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Der Weg dazwischen – Glückskäfer-Zeit

… vom Dresdner Neumarkt zum Aachener Katschhof …

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Kurz nachdem ich am Bahnhof Oschatz aus dem Zug gestiegen bin, finde ich am Wegrand einen lebendigen Frühlingsboten. Und Glück soll der kleine Kerl außerdem verheißen. Na dann los. Das Wetter ist mir wohlgesonnen. Himmelblau mit Wolken. Die heutige Etappe erweist sich als ausgesprochen malerisch und lässt die wieder fast zweiundzwanzig Kilometer gefühlt schneller vergehen. Bis ich auf ein Tierskelett im Straßengraben stoße. Wirklich nur noch das Knochengerüst, vermutlich eines großen Hundes. Anblicke wie diese kenne ich eigentlich nur von Wanderungen in den schottischen Highlands. Wenn man mitten in der Wildnis auf ein totes Schaf stößt.
Mein heutiges Etappenziel ist Dahlen. Nachdem ich das Ortsschild passiert habe, sind es laut meiner App noch immer ein paar Kilometer bis zum Bahnhof. Ich erreiche ihn fast zeitgleich mit einer Wandergruppe. Die Männer und Frauen unterhalten sich und lachen. Insgesamt bin ich seit dem Start am Dresdner Neumarkt neunzig Kilometer gewandert. Beim Anblick der fröhlichen Gruppe am Gleis gegenüber verstärkt sich mein Wunsch, ein paar der kommenden Etappen mit Menschen zu gehen, die im Laufe meines Lebens zu Freunden geworden sind. Ein paar haben auch schon zugesagt.
Der Weg nach Leipzig dauert von hier aus mit dem Zug nur eine halbe Stunde. So trügerisch nah. Doch zu Fuß entspricht das – je nach Wanderwegen – zwischen zwei bis drei Etappen. Ich freue mich darauf. Im März …

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Der Weg dazwischen – heute ist er lang

… vom Dresdner Neumarkt zum Aachener Katschhof …

Von Wölkisch geht es weiter nach Oschatz. Bisher meine längste Etappe. Auf dem Weg begegnen mir ein Windpark, ein Zitat von Friedensreich Hundertwasser und ein alter Meilenstein. Die Stille der einsamen Wanderwege vermisse ich heute jedoch. Um die Etappe auf zweiundzwanzig Kilometer zu begrenzen, entscheide ich mich öfter für die Wiesenraine neben der viel befahrenen Bundesstraße. Auch das gehört dazu. Nach dreieinhalb Stunden nähere ich mich Oschatz und erlebe wieder einmal, welch ein Unterschied es ist, Kirchtürme vom Auto aus zu sehen. Oder eben zu Fuß. Das ‚letzte‘ Stück kann sich per pedes doch ganz schön ziehen. Vielleicht auch deshalb, weil es inzwischen regnet.

Doch es gibt eine Überraschung am Etappenziel: Mein Mann erwartet mich im Café Wentzlaff am historischen Marktplatz. Schade, dass die St.-Aegidien-Kirche schon geschlossen ist. Ein weiteres Highlight ist auch die dortige historische Türmerwohnung, die ich vor Jahren besucht habe.

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Der Weg dazwischen – Bye bye, Elbe

… Vom Dresdner Neumarkt zum Aachener Katschhof …

Kein Regen und Wind mehr, dafür Sonne satt. Ich starte an dem Meißner Café, an dem ich meine Wanderung zuvor beendet habe. Der Elberadweg ist heute voll von Menschen. Viele lächelnde Gesichter, in die ich blicke. An der Altstadtbrücke entscheide ich mich – gegen die Empfehlung meiner App – für den linkselbischen Weg. Er ist lauter, weil er manchmal direkt neben der B6 verläuft und schattiger. Schön ist er dennoch. Und die Klosterruine ‚Zum Heiligen Kreuz‘ hätte ich auf der anderen Flussseite verpasst. Noch einmal geht es durch die Elbauen, bis der Weg einen Schwenk nach links macht. Bye bye, Elbe! Fast drei Etappen lang war sie meine Begleiterin. Hinter Niedermuschütz geht es noch einige Kilometer auf einem malerischen Alleen-Feldweg namens Eckhardsberg bis zu meinem heutigen Zielort. Der Blick hier ist weit und die Sonne steht bereits tief. Als ich Wölkisch erreiche, beginnt es langsam zu dämmern.

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